Bisher konnte Second Brain Programme über Tastatureingaben, Mausklicks und bekannte Fensterstrukturen steuern. Das funktioniert gut, solange das Programm klare Elemente hat - Buttons, Menüs, Eingabefelder mit Labels.

Aber was ist mit Software, die keine klaren UI-Elemente liefert? Alte Branchenlösungen, PDF-Formulare, gescannte Dokumente, Terminal-Oberflächen? Da stand Second Brain bisher an.

Was ist neu?

Second Brain erkennt jetzt Schrift direkt auf dem Bildschirm - per OCR (Optical Character Recognition). Das System liest Texte aus beliebigen Programmen, auch wenn es keine technische Schnittstelle gibt. Es erkennt Formularfelder, Beschriftungen, Tabellenzellen und leere Eingabebereiche rein visuell.

Was wird damit möglich?

  • Alte Software bedienen: Branchenlösungen aus den 2000ern, die keine API haben und sich nicht fernsteuern lassen - Second Brain liest den Bildschirm und reagiert auf das, was es sieht.
  • PDF-Formulare ausfüllen: Das System erkennt leere Felder in PDFs und füllt sie automatisch mit Daten aus Ihrem ERP oder CRM.
  • Daten aus Scans extrahieren: Eingescannte Rechnungen, Lieferscheine oder Briefe werden gelesen und die Daten automatisch in Ihre Systeme übertragen.
  • Terminal- und Textoberflächen: Auch Programme ohne grafische Oberfläche - reine Textanzeigen, SSH-Sessions, Konsolenprogramme - werden lesbar und automatisierbar.
  • Visuelle Prüfungen: Second Brain kann prüfen ob ein Feld leer ist, ob eine Fehlermeldung angezeigt wird oder ob ein bestimmter Status sichtbar ist - ohne dass das Programm diese Info technisch bereitstellt.

Wie funktioniert es technisch?

Die Schrifterkennung läuft komplett lokal auf der Second Brain Hardware. Keine Bilder werden an externe Dienste geschickt. Das Capture-System am Arbeitsplatz erfasst den Bildschirminhalt, die OCR-Engine erkennt Texte und Positionen, und der Agent-PC reagiert darauf.

Die Erkennung arbeitet in Echtzeit und unterstützt deutsche und englische Texte. Handschrift wird aktuell nicht unterstützt - nur gedruckte Schrift auf Bildschirmen und in Dokumenten.

Was heißt das in der Praxis?

Wenn Sie bisher gesagt haben "Das Programm ist zu alt, da kann man nichts automatisieren" - das stimmt jetzt nicht mehr. Solange ein Mensch den Bildschirm lesen kann, kann Second Brain das auch.

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